“Back to Uni” – Dieses Mal in Präsenz

Gedanken und Gefühle zum kommenden Semester

Die letzten zwei Jahre waren oft nicht einfach. Ein normales Studium in Präsenz war kaum denkbar, und wir saßen die meiste Zeit allein vor unseren Endgeräten. Mit Kommiliton*innen gemeinsam in der Bibliothek sitzen oder einen Kaffee trinken, war einfach nicht möglich. Doch nach zwei Jahren wird das Studium (endlich) wieder in Präsenz stattfinden. Einige haben bisher noch keinen normalen Uni-Alltag erleben können, für andere ist es nach zwei Jahren eine Rückkehr zu Strukturen und Dingen, die wir wieder neu erlernen müssen. Auch die Sorge vor einer Ansteckung ist leider noch nicht vorbei. Dennoch wollen wir versuchen, positiv in die Zukunft zu schauen.

Einige unserer Teammitglieder haben ihre Gefühle, Gedanken und auch Sorgen zum jetzt startenden Präsenzsemester niedergeschrieben:

Es ist komisch, nach so langer Zeit wieder (fast) normal Uni zu haben. Ich weiß, dass Zoom für manche echt anstrengend und nervig war, aber mir hat es geholfen, mehr aus mir herauszukommen. Da ich die anderen Kursteilnehmer*innen gut ausblenden konnte, habe ich mich mehr und selbstbewusster beteiligt. Deswegen mache ich mir auch etwas Gedanken, wie das jetzt in Präsenz ablaufen wird, ob ich es schaffe das aufgebaute Selbstvertrauen mitzunehmen und aufrechtzuerhalten.

Michelle


Seit Beginn meines Studiums hoffe ich darauf auch, einmal in Präsenz den Unialltag zu erleben. Jetzt ist es im nächsten Semester soweit! Obwohl ich so lange darauf gewartet habe, weiß ich jetzt nicht, was ich fühlen soll. Einerseits freue ich mich in Präsenz neue Leute kennenzulernen und neue Erfahrungen zu machen. Gleichzeitig fühle ich mich wie ein Ersti, obwohl ich schon im vierten Semester bin. Ich habe Angst, mir zu viel zuzumuten, den Stundenplan zu voll zu haben und mich zu überfordern. 

Lina

Ich gehe mit gemischten Gefühlen an das kommende Semester heran. Ich freue mich, Freund*innen in der Uni auf einen Kaffee zu treffen und mit Komiliton*innen gemeinsam im Seminar zu sprechen. Auf der anderen Seite habe ich ein mulmiges Gefühl dabei, mit 80 anderen Menschen dicht an dicht in kleinen Räumen zu sitzen und ich sorge mich, dass diese Angst überhandnehmen und mir den Studienalltag erschweren wird. Insgesamt überwiegt für mich das Gefühl der Nostalgie, welche in den letzten zwei Jahren ein ständiger Begleiter war und ich bin gespannt, die Uni wieder ein bisschen neu kennenzulernen.

Lea

Einmal freue ich mich wieder aktiver in Seminaren zu sitzen, dann scheue ich mich davor, mich in so großen Menschenmengen zu bewegen. Es fühlt sich so an, als hätte ich das Studierende sein verlernt. Wie geht man in Präsenz mit Lehrenden um oder mit anderen Studierenden? Bin ich überhaupt sicher an der Uni? Die letzten Semester konnte ich vieles auf den Online-Unterricht schieben, aber was, wenn die gleichen Probleme auch in Präsenz auftauchen? An sich bin ich aber auch zuversichtlich und freue mich, alte und neue Gesichter wiederzusehen und kennenzulernen. 

Lena

Für mich ist das Festhalten an einem Präsenzsemester ohne Angebot von hybrid und Onlineformaten als ein Schlag ins Gesicht für Vorerkrankte zu werten, und dazu würde ich neben physisch Erkrankten auch tatsächlich Menschen mit Phobien, Ängsten und Zwängen zählen. Ich hatte so schon immer Angst in der Menschenmasse der Unihalle zu Semesterbeginn erdrückt zu werden. Und das jetzt plus Angst vor Ansteckung? Finde dieses alternativlose Vorpreschen um gefühlt jeden Preis ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse von Minderheiten (Immunsupprimierte, Asthmatiker, Diabetiker, Angsterkrankte etc.), die in Summe keine Minderheit sind, einfach zum Heulen. 

Krieg in der Ukraine – Umgang und Spendenmöglichkeit

Pia Kabitzsch hat in ihrem Format psychologeek ein sehr interessantes Interview mit der Psychotherapeutin Nesibe Özdemir zum Umgang mit der derzeitigen Situation in der Ukraine geführt.

Der Krieg und die Psyche – Strategien, damit umzugehen | psychologeek

Um den Opfern und Betroffenen zu helfen, haben wir von LiLiGoesMental uns entschieden, an “CARE Deutschland e.V.” zu spenden. Unsere Spende wird für psychosoziale Unterstützung verwendet.

7 Dinge… vor denen ich nach der Pandemie Angst habe

Endlich ist es soweit. Die Inzidenzen sinken, die Anzahl der Menschen, die geimpft sind, steigt. Viele Einschränkungen werden aufgehoben und auch die Uni plant für das Wintersemester wieder mehr präsente Lehre. Viele Menschen freuen sich auf die zurückkehrende “Normalität”. Mir persönlich macht es allerdings auch ein wenig Angst.

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Stay@home – Monotonie

Lange Zeit war es sehr still in dieser Blog-Kategorie. Ursprünglich fing unser Blog mit genau dieser Kategorie an. Letztes Jahr im März waren wir auf einmal alle im Home-Office und hatten plötzlich Zeit. Gleichzeitig brauchten wir ein Ventil, um mit dieser Ausnahmesituation umzugehen. Außerdem ist unser Anliegen, einen offenen Austausch zu schaffen. Da dieses nicht mehr auf dem üblichen Wege möglich war, dachten wir, dass Blog-Artikel ein guter Weg sind, offen über mentale Gesundheit zu schreiben und dadurch zu einem Austausch beitragen zu können. Nach über einem Jahr ist unser Blog, aber auch unsere Website gewachsen, doch dabei haben wir unsere erste Kategorie sehr vernachlässigt.

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Mental Health: Erfolgreich und gesund durchs Studium

Campus-TV Bielefeld hat ein sehr informatives Interview mit Jessica Koch geführt, welches wir euch ans Herz legen wollen.

Weitere spannende und informative Beiträge zu den Themen Lehre und Mental Health von Jessica Koch findet ihr auf der Seite Unconditional Teaching, die sie gemeinsam mit Tyll Zybura und Katharina Pietsch betreibt.

Mental Health: Erfolgreich und gesund durchs Studium – Campus TV Uni Bielefeld

Sexualität, Familienplanung, Selbstbestimmung – Frauen erzählen vom behindert werden.

Content Warning: Das Video behandelt u.a. das Thema Sexualisierte Gewalt.

Das Referat für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung hat eine sehr interessante und informative Dokumentation zum Thema Frauen mit Behinderung veröffentlicht. Vielen Dank, dass wir diese Dokumentation teilen dürfen.

https://www.youtube.com/watch?v=F-37Gq85Z7U&feature=youtu.be

Stay@home: Produktiv in Jogginghose I

Nachdem ich in meinem letzten Beitrag darüber nachgedacht habe, wie schwer es mir fällt, im Home-Office produktiv zu sein und dass ich Angst davor habe, alles, was ich mir in den letzten Monaten vor Corona als Arbeitsroutinen erarbeitet habe, zu verlieren, fasste ich einen Plan. Warum nicht die Chance nutzen und lernen, auch zu Hause mit all den verlockenden Ablenkungen (Netflix., Aufräumen, Schlafen, …) produktiv zu sein? Dieses Projekt nenne ich: Produktiv in Jogginghose

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Freizeitgestaltung in Zeiten von Social Distancing

Es ist Juni und damit sind wir seit drei Monaten im Social Distancing. Eigentlich standen viele Feiern, Festivals und lange geplante Treffen mit Freunden in meinem Kalender. Aber nichts davon konnte oder kann stattfinden. Clubbesuche, Grillabende o.ä. sind in Zeiten von Social Distancing kaum möglich. Und die Frage, die sich mir immer wieder stellt: Was mache ich denn mit meiner freien Zeit, wenn ich all das nicht machen kann?

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