Radio Hertz 87.9 Podcast: Mentale Gesundheit im Studium

Vergangenen Freitag lief bei Radio Hertz 87.9 ein Beitrag zum Thema Mentale Gesundheit im Studium, zu dem auch LiLiGoesMental Mitglieder interviewt wurden.

So hat zum Beispiel die “psychologische Beratung der Uni Bielefeld Hertz 87.9 gegenüber angegeben, dass sie rund 4000 Personen pro Jahr beraten, das sind circa 80 Personen pro Woche. Eins der häufigsten Krankheitsbilder unter Studierenden sind Angststörungen.” (von der Hertz 87.9 Website).
Ab Minute 13:00 könnt ihr rein-hören zum Aufbau unserer Hochschulgruppe und um zu erfahren, was wir aktuell alles so planen.

Podcast von Radio Hertz 87.9
Moderation: Steven Meier, Kim-Aniko Naujok | Redaktion: Ann-Kathrin Spanke

Rückblick auf die Veranstaltung: Klimakrise & Mental Health am 18. Mai 2022

Unsere erste Veranstaltung konnte nach über 2 Jahren wieder live und in Farbe stattfinden.
Letzte Woche Mittwoch haben wir zur Podiumsdiskussion in H12 geladen. Das Thema: Klimakrise & Mental Health. Fragen rund um das Thema Klimakrise wurden von unserer Sprecher*innen besprochen, von Klimaangst und Environmental Health Literacy, bis zur finanziellen Umsetzbarkeit des nachhaltigen Lebens als Studentin und Klimaaktivismus im Studium.

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Krieg in der Ukraine – Umgang und Spendenmöglichkeit

Pia Kabitzsch hat in ihrem Format psychologeek ein sehr interessantes Interview mit der Psychotherapeutin Nesibe Özdemir zum Umgang mit der derzeitigen Situation in der Ukraine geführt.

Der Krieg und die Psyche – Strategien, damit umzugehen | psychologeek

Um den Opfern und Betroffenen zu helfen, haben wir von LiLiGoesMental uns entschieden, an “CARE Deutschland e.V.” zu spenden. Unsere Spende wird für psychosoziale Unterstützung verwendet.

Queer-Gruppe meets LSBTIQA+ -Aktivist*innen

Neu an der Uni gibt es eine queere Vernetzungs- und Austauschgruppe für Studierende, welche als wöchentlicher Austausch im Sinne eines Safe Space stattfindet. In einem vertraulichen Gruppentreffen darf voneinander gelernt werden und wertvolle Erfahrungen können ausgetauscht werden. Organisiert von zwei Sozialarbeiterinnen im Anerkennungsjahr in der Zentralen Studienberatung der Universität Bielefeld, bietet diese Gruppe eine Anlaufstelle für alle Studierenden, die sich der LGBTQIA+ -Community zugehörig fühlen und auch Personen, die sich unsicher hinsichtlich ihrer sexuellen Orientierung und/ oder Identität fühlen

Am 07.03, von 15-16 Uhr, wird der  erste „Queer-Gruppe meets LSBTIQA+ -Aktivist*innen“-Termin zum Thema „Umgang mit Vorurteilen bei queeren Beziehungen“ stattfinden mit Gast Jan Willems.

Zoom Zugangsdaten: https://uni-bielefeld.zoom.us/j/99413665216?pwd=TXNYOWllaTlmQ0tSbkJINFJqbzdxZz09
Meeting-ID: 994 1366 5216
Passwort: 989348

Ich und die Menschen (Matt Haig)

Was bedeutet es, Mensch zu sein? Und ist das wirklich so schlimm?

Diesen Fragen geht Matt Haig in seinem Buch „Ich und die Menschen“ auf den Grund.
 Die Story handelt von einem namenlosen Vertreter einer hochentwickelten, außerirdischen Spezies, der den Körper von Professor Andrew Martin übernimmt, um den mathematischen – und somit ganzheitlichen – Fortschritt der Menschheit zu verhindern. Während seiner Zeit auf der Erde muss er sich mit den Menschen abgeben, die seines Wissens nur von Gewalt und Gier getrieben werden, doch irgendwann merkt er, dass das vielleicht doch nicht alles ist…

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Am Ende sterben wir sowieso (Adam Silvera)

CW: Tod

Ich bin kein Typ, der bei Büchern schnell weint, aber nach diesem hier kämpfe ich wirklich mit den Tränen. Einerseits liegt es vielleicht daran, dass ich leider schon öfter Erfahrungen mit dem Tod machen musste, dass mir das Thema generell schon näher geht, persönlicher ist. Andererseits ist das Buch auch einfach sehr gutgeschrieben: offen, direkt und ohne irgendwas schönzureden.

In „Am Ende sterben wir sowieso“ von Adam Silvera geht es um zwei Teenager, die erfahren, dass sie im Verlauf des Tages sterben werden. Sie lernen sich über eine App kennen und beschließen, ihren letzten Tag zusammen zu verbringen. Sie teilen ihre Vergangenheit und ihre Geheimnisse, sie reden über das Leben und den Tod, über das, was sie gerne noch gemacht hätten und wer sie gerne gewesen wären. Sie versuchen, an einem einzigen Tag nochmal voll und ganz zu leben.

Das Buch ist emotional und traurig, es geht ums Verabschieden und darum, wie unfair das Leben sein kann. Aber es geht auch um das Leben selbst. Wie man lebt. Wie man seine Zeit am besten nutzt. Ein Aufruf, wirklich zu LEBEN. Der Autor sagt dazu in einem Brief an die Leser am Anfang des Buches: „Ich glaube wirklich, wir sollten unser Leben so bald wie möglich und so gut wie möglich leben, denn im Unterschied zu den Figuren in diesem Buch weiß ich nicht, wie viel Zeit mir auf dieser Welt noch bleibt. Und ihr auch nicht. Also wartet nicht zu lange damit, zu denen zu werden, die ihr sein wollt – die Uhr tickt.“

Bitte nur lesen, wenn ihr euch der Thematik gewachsen fühlt!

Die Mitternachtsbibliothek (Matt Haig)

CW: Depressionen, Selbstmordversuch

Wer in letzter Zeit mal auf Bookstagram oder Booktube unterwegs war (oder auch mal wieder ganz altmodisch im Buchladen stöbern konnte), hat vielleicht schon mal von dem Buch gehört. Und von den gemischten, aber überwiegend doch positiven Rezensionen. Ich war lange skeptisch, ob ich das Buch lesen sollte, aber letztendlich hat die Neugier gewonnen und ich habe es mir gekauft.

Die Geschichte ist so simpel wie komplex: nach mehreren Rückschlägen beschließt Nora Seed, dass das Leben nichts mehr für sie bereithält, und sie nimmt sich das Leben. Nur, dass sie nicht sofort stirbt. Stattdessen landet sie in einer Zwischenwelt, ihrer ganz persönlichen Mitternachtsbibliothek. Die Zeit steht still. Punkt Mitternacht. Und in dem scheinbar endlosen Raum gibt es endlos viele Regale und ebenso viele Bücher. Jedes Buch beinhaltet ein Leben, wie sie es hätte leben können, wenn sie nur irgendwann mal eine andere Entscheidung getroffen hätte. Und diese Leben kann Nora nun „ausprobieren“, um zu sehen, wie ihr Leben hätte verlaufen können.

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Radio Interview mit Hertz 87.9

Zum Neu- oder Nachhören gibt es hier den Mitschnitt des Radio Interviews mit Hertz 87.9, in welchem die LiLiGoesMental Teammitglieder Ela und Michelle unter anderem über unser Engagement als Hochschulgruppe und den Studienalltag mit Depressionen sprechen.

Hertz Interview vom 01.09.2021

Website “Studieren mit einer psychischen Erkrankung“

Die Website “Studieren mit einer psychischen Erkrankung“ ist ein Projekt der HAW Hamburg und der Hamburg Open Online University (HOOU) welche sich mit dieser an Studierende, Studieninteressierte und Lehrende richtet und über psychische Erkrankungen aufklären, verschiedene Unterstützungsangebote im Hochschulkontext aufzeigen und insgesamt zu einer Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen beitragen möchte.

Die Website listet nicht nur Anlaufstellen an der HAW Hamburg und an anderen Hochschulen, sondern bietet auch Erfahrungsberichte und Interviews von und mit Studierenden, als auch Informationen für Lehrende, die sie beim Umgang mit Thema psychische Erkrankungen im Lehralltag unterstützen sollen.

Mein Schwarzer Hund (Matthew Johnstone)

Ich hatte das Buch schon öfters im Buchladen liegen sehen (vor Corona), aber mich irgendwie nie getraut, es wirklich in die Hand zu nehmen (bevor ich meine Therapie angefangen habe). Jetzt hatte ich endlich die Chance es zu lesen. Und ich bin unendlich happy darüber!

Mit Illustrationen und kurzen Texten im Bilderbuch-Stil beschreibt Matthew Johnstone sein Leben mit Depressionen, dem Schwarzen Hund: die Symptome, wie es ihn als Person beeinflusst und verändert, aber auch wie er gelernt hat, damit offen umzugehen und damit zu leben. Bis am Ende der Schwarze Hund an der Leine liegt.

Mir, die auch an Depressionen leidet, aber leider nicht zeichnen kann, hilft dieses Buch enorm, denn ich erkenne mich darin wieder. Es fasst in Worte und in Bilder, was ich so unendlich schwer auszudrücken finde. Es beschreibt ziemlich passend, wie ich mich manchmal selbst fühle. Es macht Depressionen weniger abstrakt, sondern durch die Metapher des Schwarzen Hundes etwas greifbarer, reeller. Und vor allem zeigt das Buch Hoffnung auf: Dass man nicht allein ist. Dass man mit Depressionen leben kann. Dass es nicht das Ende der Welt ist. Und dass es irgendwie weiter geht.